Interview mit Vizebürgermeister der Stadt Wels Hermann Wimmer
15.03.2014

Interview mit Vizebürgermeister der Stadt Wels Hermann Wimmer

Anlässlich der WM 2016 Vorbereitungen haben wir Vizebürgermeister Hermann Wimmer zum Thema Budokan und Karate in Wels befragt.
Im Verein Karate-do trainieren Kinder und Erwachsene jeden Alters. Eine neue Zielgruppe sind die Best Ager, ab etwa 35 Jahren. Erste Kurse finden mit Beginn des 2. Semesters im Februar 2014 statt. Mit welchen Argumenten können wir Sie überzeugen, einen Versuch zu wagen und mit dem Karatetraining zu beginnen?
In meiner Funktion als Sportreferent habe ich bereits unzählige Anfragen erhalten, selbst in den jeweiligen Vereinen aktiv zu werden. Dies ist leider schon auf Grund meines übervollen Terminkalenders leider nicht möglich. Ich kann jedoch versichern, dass ich mich in meiner täglichen Arbeit bestmöglich für alle Sportvereine in Wels – und somit auch für den Verein Karate-do – einsetze.

Sie haben vor gut zehn Jahren in Ihrer Funktion als Sportreferent den Bau des Budokan Zentrums für Fernöstliche Kampfkünste in Wels ermöglicht und gefördert. Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht das Budokan heute für Wels?
Es war zweifellos ein schwieriger und langer Weg bis zur Errichtung des Budokan in Wels. Schließlich war dieses Zentrum für fernöstliche Kampfkünste ursprünglich für Schwanenstadt geplant. Aus diesem Grund bin ich umso glücklicher, dass es uns letztlich dann doch gelungen ist, das Budokan nach Wels zu bringen. Heute, rund neun Jahre nach dem Baubeginn, ist es aus der Sportstadt Wels nicht mehr wegzudenken. Die Trainings- und Wettkampfbedingungen sind weit über Wels be- und anerkannt und suchen in unserer Region seinesgleichen.


Im Oktober 2016 wird die Karate Weltmeisterschaft in Linz stattfinden. Ein Großteil der Organisation und Trainings dafür findet in Wels statt. Wie sehen Sie die Entwicklung, dass Wels zu einem österreichischen Karate-Zentrum wird?
Diese Entwicklung kann ich natürlich nur begrüßen. Hauptverantwortlich dafür ist sicherlich das Budokan mit seinen darin angesiedelten Vereinen. Im Budokan finden die Vereine zweifellos optimale Wettkampfbedingungen vor. Nicht zu unrecht lautet eine Sportlerweisheit: „Gut trainiert ist halb gewonnen“.


Welche Auswirkungen versprechen Sie sich von der Karate-WM 2016 in Linz für die Stadt Wels?
Die Region Linz-Wels ist ja bekanntlich die stärkste Wirtschaftsregion Österreichs. Auch wenn es sich um zwei unterschiedliche Städte handelt, so sind wir doch sehr stark miteinander verbunden. Dies trifft nicht nur auf den Wirtschaftsbereich zu. Auch im Veranstaltungsbereich profitiert Wels von Linz und umgekehrt. Aus diesem Grund erhoffen wir uns während der Karate-WM natürlich auch den einen oder anderen Gast in Wels.

Als Sportreferent sind Sie für etwa 100 Sportvereine in Wels zuständig. Im Verein Karate-do trainieren 18 Trainer und 230 Mitglieder, mit steigenden Mitgliederzahlen. Was verbinden Sie persönlich mit dem Verein Karate-do Wels?
Als Sportreferent kann ich mir nichts Besseres vorstellen, als viele aktive und mitgliederstarke Vereine. Der Verein Karate-do mit seinen rund 230 Mitgliedern ist deshalb ein fixer Bestandteil der Welser Sportszene. Besonders wichtig ist aus meiner Sicht, dass im Verein Karte-do auch viele Kinder und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gefunden haben und finden. Für diese wertvolle Jugendarbeit gebührt den im Verein aktiven Funktionären und Trainern ein großes Lob.

Wie stehen Sie der Kampfkunst Karate gegenüber?
Es gibt wohl wenige Sportarten, deren Geschichte so weit in die Vergangenheit reicht, wie bei der Kampfkunst Karate. Besonders faszinierend finde ich immer wieder, welche Technik und Körperbeherrschung bei dieser Sportart benötigt wird. Positiv anzumerken ist auch, dass Karate Fähig- und Fertigkeiten fördert, die im Alltag, in der Schule oder im Beruf wichtig sind – sowohl körperlich, wie auch geistig und seelisch.

Im Verein Karate-do Wels wachsen derzeit talentierte Nachwuchssportler heran, die zunehmend international erfolgreich sind. So wurde Lukas Buchinger 2013 in seiner Klasse Weltmeister, Christoph Erlenwein holte mit dem Kata Team Silber. Was möchten Sie diesen Sportlerinnen und Sportlern mit auf den Weg geben?
Im Sport ist es ähnlich wie in der Politik: Einmal gewinnt man, einmal verliert man. In beiden Bereichen ist eines für mich ganz wichtig: Man darf nie aufgeben und den Glauben an sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten verlieren. Natürlich sind Niederlagen schmerzvoll und ärgerlich. Wichtig erscheint mir jedoch, dass man bei allem Ehrgeiz nie den Spaß an der sportlichen Betätigung verliert. Dies gilt für Sportarten wie Fußball oder Basketball aus meiner Sicht genauso für den Karatesport.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

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